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0 Comments | Mai 10, 2012

Wärmeschutzverordnung Wintergarten

Die Wärmeschutzverordnung die 1995 in Kraft getreten war, und die dann 2002 von der Energiesparverordnung abgelöst wurde, hatte bis dato schon hohe Maßstäbe an die Energieeinsparung gestellt. Mit in Kraft treten der neuen Energiesparverordnung von 2002, die sich hohe, ehrgeizige Ziele gesetzt hatte, und damit die alte Wärmeschutzverordnung endgültig in den Ruhestand versetzt hat, erwartete bei neu zu errichtenden Gebäuden, eine Energiesenkung von mindestens 30 %, gegenüber der alten Wärmeschutzverordnung.[singlepic id=33 w=320 h=240 mode=web20 float=left]Seit Oktober 2009 ist nun die ganze neue EnEV in Kraft getreten, die auch die neuen Bestimmungen und Verordnungen regelt, was Wohn-Wintergärten angeht. Diese energetischen Richtlinien für diese Gebäude sind sogar in der Übereinstimmung mit der europäischen Richtlinie, was diese Gebäude betrifft verbindlich geregelt. Der Standard mit der 30 % Energieeinsparung bleibt davon bislang unberührt, und soll erst im 2012 auf einen Primärenenergieverbrauch von weiteren 30 % gesteigert werden.

Als Wohn-Wintergärten werden Wintergärten bezeichnet, die dass ganze Jahr über genutzt werden können. Das bedeutet dass die Wärmeschutzverordnung soweit gegeben sein muss, dass Behaglichkeitstemperaturen gewährleistet werden können, und man sich somit auch das ganze Jahr in diesem Wintergarten aufhalten kann. Genauer gesagt fließt der Wintergarten mit dem Wohnhaus zusammen in die EnEV Berechnung mit ein. Dabei dürfen die Höchstwerte des Primärenenergieverbrauch nicht überschritten werden. Wird der Wohn-Wintergarten vom Haupthaus thermisch durch Fenster, Türen oder Wände abgetrennt, und wird dieser dann separat beheizt und soll die Behaglichkeitstemperaturen auch dann das ganze Jahr gewährleistet sein, müssen die entsprechenden Nachweise vorgelegt werden, dass die Energieeinsparung gewährleistet ist.

Die einzigen Wintergärten die von dieser Verordnung nicht betroffen sind, sind Wintergärten die nur ab und an zum Wohnen genutzt werden, und durch Außenwände, Fenster oder Außentüren vom Wohnhaus getrennt sind.

Weiterhin sollte man auf wissen, das Wohn-Wintergarten auch im Sommer gewissen Verordnungen unterliegen. Im Sommer sind die Vorteile natürlich das große Lichtangebot, der freie Blick in die Natur und somit wird er oft einfach als „normaler“ Wohnraum genutzt. Man sollte aber auch da die konstruktionsbedingten Besonderheiten und den sommerlichen Wärmeschutz beachten denn die Klimatisierung spielt dabei eine große Rolle. Deswegen sollte man um die richtige EnEV einhalten zu können auf die Verglasung, Beschattung und Steuerung, Belüftung und Klimatisierung achten.

Bilder: Sunshine Wintergarten GmbH