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1 Comment | Sep 27, 2013

Windlastzone beim Wintergartenbau beachten

Die Windlastzone gibt an, welchen Druckeinwirkungen ein Gebäude in dieser Zone Stand halten muss. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von dem auf das Gebäude wirkenden Außendruck und Innendruck. Entsprechend der Intensität sind die Regionen in Deutschland in 4 Windlastzonen eingeteilt. So müssen sich Hessen in der Windlastzone 1 kaum Gedanken über Windschäden machen, während man an der Westküste Schleswig-Holsteins durchaus höhere Prämien für die Versicherung gegen Sturmschäden aufbringen muss-hier wurde nämlich in der Windlastzone 4 gebaut.

Bild: Wintergarten Sunshine.de

Durch die Windlast sind die unterschiedlichen Flächen eines Gebäudes einerseits einem Überdruck (Winddruck) ausgesetzt, auf der anderen Seite wirkt eine starker Sog auf die Gebäudeteile ein – bei einem Wintergarten mit seinen großflächigen Scheiben und Platten ein nicht unerheblicher Faktor für die Sicherheit des Bauwerks. Die Bauteile des Wintergartens müssen an die Gegebenheiten der jeweiligen Windlastzone angepasst werden. Die Verglasung muss bei einer hohen Windlast auf einer stabilen Unterkonstruktion erfolgen. Rand- und Eckbereiche müssen extra gesichert werden, da die auftretenden Kräfte hier besonders stark einwirken. Die Scheiben an sich sollten eher kleiner ausfallen. Außerdem sollte der Wintergarten nicht zu sehr in die Breite gehen. Er bietet dem Wind sonst zu viel Angriffsfläche.

Die Windlast eines Gebäudes kann über verschiedene Programme ermittelt werden, die dem Wintergarten-Planer im Internet zur Verfügung stehen. Die Windlastzonen lassen sich ebenso öffentlich abrufen. Sie sind Teil der 2007 in Kraft getretenen Normenreihe DIN 1055 – Einwirkungen auf Tragwerke. Diese wurde in Ergänzung zur bestehenden Norm eingeführt, da in dieser nur die Gebäudehöhe als Sicherheitsmerkmal einbezogen wurde, nicht aber die Belastungen, denen ein Gebäude ausgesetzt wird.

Bild: Sunshine GmbH Galerie

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